Kartenbeschaffung · Stand September 2026

Ultralight C oder Classic 1K? Welcher Chip zu Ihren Hotelschlössern passt

Gehen Sie von Ihrem installierten Schließsystem und der aktuellen Kartenspezifikation aus. Ein Markenname, eine ähnlich aussehende Karte oder ein Encoder-Tausch allein verraten nicht, welche Hotel-Schlüsselkarten Sie nachbestellen müssen.

Beginnen Sie mit der Spezifikation einer funktionierenden Karte

Fragen Sie den autorisierten Servicepartner Ihres Schließsystems nach der freigegebenen Kartenspezifikation oder der Artikelnummer der aktuellen Karte. Halten Sie Angaben zu Kartenleser, Software und Encoder fest und klären Sie Chipversion, Speichergröße und eine eventuell erforderliche werkseitige Vorbereitung. Mit diesen Angaben können Sie ein Angebot anfordern und Testmuster prüfen, bevor Sie eine Großbestellung auslösen.

Testmuster für die Kompatibilität anfragen

Was in eine Einkaufsspezifikation gehört

Halten Sie fest, ob der installierte Leser mit Magnetstreifen oder mit einem kontaktlosen Zutrittsmedium arbeitet. Manche Häuser haben gemischte oder nachgerüstete Leser. Erfassen Sie die Angaben deshalb je Bereich und gehen Sie nicht davon aus, dass alle Türen dieselbe Karte verwenden.

Bei kontaktlosen Karten ist die Chipfamilie nur ein Teil der Bestellung. Die genaue Version, die Speichergröße, die Anwendung auf der Karte und die Vorbereitung müssen zum Kodiersystem des Hotels passen. Eine übereinstimmende Frequenz oder ein gleicher Produktname ist kein Kompatibilitätstest.

Spezifizieren Sie auch die fertige Karte: Material, Dicke, Abmessungen, Druck und eventuelle Metallic-Effekte. Ein Wechsel von PVC zu Papier oder Holz braucht eine eigene Musterprüfung für Handhabung, Kodierung und Leseverhalten.

Magnetstreifen oder RFID? Ein kurzer Selbsttest vor der Angebotsanfrage

Ein sichtbarer Magnetstreifen ist ein nützlicher Hinweis. Eine Hotel-Schlüsselkarte kann jedoch Streifen und RFID-Chip zugleich tragen, und ein fehlender Streifen beweist noch keinen Chip. Notieren Sie, ob die Karte an der Tür durchgezogen, eingesteckt oder vorgehalten wird, und suchen Sie nach einer Artikelnummer oder einer Lieferantenspezifikation. Der Kartenkörper allein, ob PVC, Papier oder Holz, verrät nicht, welches Zutrittsmedium darin steckt. Das gilt unabhängig davon, ob im Haus von Keycards, Zimmerkarten oder Hotelkarten die Rede ist.

RFID-Chips arbeiten in einem von drei Frequenzbändern. Hotelschlösser nutzen ganz überwiegend HF mit 13,56 MHz. Dieses Band verbindet Speicher, Sicherheit, Lesereichweite und Kosten in einem sinnvollen Verhältnis, und alle weiter unten genannten MIFARE-Familien arbeiten darin. LF mit 125 kHz findet sich vor allem in älteren Systemen. UHF bietet eine größere Lesereichweite, wird an Gästezimmertüren aber selten eingesetzt. Wenn Sie in einem Hotel eine UHF-Karte vorfinden, klären Sie dies vor der Bestellung mit dem Anbieter Ihres Schließsystems, denn das ist ungewöhnlich.

Band Frequenz Typische Antenne In Hotelschlössern üblich?
LF (Niederfrequenz) 125 kHz Große, runde Kupferspule Gelegentlich, vor allem in älteren Systemen
HF (Hochfrequenz) 13,56 MHz Rechteckige Kupferspule oder ein feineres, geätztes Aluminiummuster in dünnen Karten und Papierkarten Ja, das vorherrschende Band. MIFARE Classic, Ultralight, Plus und DESFire arbeiten alle hier
UHF (Ultrahochfrequenz) Etwa 860 bis 960 MHz, je nach Region Langer, schmaler Aluminiumstreifen Selten an Gästezimmertüren

Das Frequenzband grenzt die Suche ein. Es bestimmt weder die Chipversion noch die Speichergröße oder die Vorbereitung, die Ihr Kodiersystem verlangt.

Die Antenne im Gegenlicht erkennen

Halten Sie die Karte vor eine helle Lichtquelle und suchen Sie nach dem Antennenmuster im Kartenkörper. Das ist ein schneller erster Anhaltspunkt, keine endgültige Antwort:

  • Eine große, runde Kupferspule deutet in der Regel auf LF hin.
  • Eine große, rechteckige Kupferspule deutet in der Regel auf Standard-HF hin.
  • Ein feineres, rechteckiges, geätztes Aluminiummuster, vor allem in einer dünnen Karte von etwa 0,5 mm oder in einer Papierkarte, deutet ebenfalls meist auf HF hin.
  • Ein langer, schmaler Aluminiumstreifen deutet in der Regel auf UHF hin, was an Hoteltüren unüblich ist.

Undurchsichtige, vollflächig bedruckte oder metallische Kartenkörper können die Antenne verdecken. Ist nichts zu erkennen, fahren Sie mit einem Scan fort oder fragen Sie den Servicepartner nach der Spezifikation.

Was ein NFC-Smartphone lesen kann und was nicht

NFC-Smartphones kommunizieren mit 13,56 MHz. Ein Gerät mit einer geeigneten App zum Auslesen von Tags kann deshalb bei einer unterstützten HF-Karte die Chipfamilie oder den IC-Typ anzeigen. Halten Sie das Ergebnis einer autorisierten Testkarte fest und vergleichen Sie es mit der Artikelnummer der aktuellen Karte oder der Lieferantenspezifikation.

Ein Smartphone kann weder eine LF-Karte mit 125 kHz noch eine UHF-Karte oder einen Magnetstreifen lesen. Auch manche HF-Karten werden nicht erkannt. Gründe dafür sind die Unterstützung durch Gerät und App, der Aufbau der Karte oder ihr Zustand. Ein fehlgeschlagener Scan ist daher nicht aussagekräftig: Er bestimmt nicht das Frequenzband, beweist keinen Defekt und erklärt nicht, warum eine Karte nicht mehr funktioniert.

Ein Ergebnis der Chiperkennung, ob vom Smartphone oder von einem anderen Lesegerät, bestätigt weder die Vorbereitung des Zutrittsmediums noch, dass Ihr Hotel die Karte ausgeben kann. Lassen Sie die Spezifikation vom Servicepartner bestätigen und testen Sie vereinbarte Testmuster im normalen Ablauf Ihres Hauses.

Drei Wege, Belege für die Identifikation zu sammeln

  • NFC-Smartphone mit einer App zur Chiperkennung

    Schnell und fast überall verfügbar, aber auf unterstützte HF-Chips beschränkt. Notieren Sie die angezeigte Chipfamilie und behandeln Sie sie als Hinweis, nicht als Freigabe.

  • Ein eigenes RFID-Lesegerät

    Ein Lesegerät und seine Software erkennen Karten innerhalb der Frequenzen und Protokolle, die sie unterstützen. Prüfen Sie die Spezifikation des Lesegeräts, bevor Sie ein Scanergebnis deuten, und vergleichen Sie mehrere autorisierte Testkarten. Übereinstimmende Chipnamen oder UID-Formate sind nützliche Belege. Sie belegen aber nicht, dass eine Ersatzkarte die Anforderungen Ihres Kodiersystems erfüllt.

  • Muster an einen RFID-Spezialisten senden

    Ein Spezialist kann eine unbekannte Karte untersuchen, wenn keine Spezifikation vorliegt. Vereinbaren Sie, was die Identifikation umfasst und wie mit den Mustern umgegangen wird. Das Ergebnis muss dennoch am installierten System geprüft werden: Lassen Sie eine autorisierte Person die vorgeschlagene Ersatzkarte anlegen und kodieren und testen Sie die vorgesehenen Türen und Leser, bevor Sie eine Großbestellung freigeben.

Bezeichnungen, die Sie auf Ihrer Kartenspezifikation bestätigen sollten

Technik Was Sie festhalten Was Sie bestätigen lassen Was Sie nicht voraussetzen sollten
Magnetstreifen Artikelnummer der aktuellen Karte, Position des Streifens und Lesertyp. Koerzitivität und das vom Kodiersystem verlangte Kodierformat. Die Farbe des Streifens oder ein alter Schlossname genügt für die Nachbestellung.
MIFARE Classic Genaue Variante und Speichergröße laut freigegebener Spezifikation. Ob diese Technik im installierten System aktiviert und freigegeben ist. Jede Karte mit der Angabe „1K“ ist ein freigegebener Ersatz.
MIFARE Ultralight EV1 / C / AES Den vollständigen Namenszusatz und die Artikelnummer des aktuellen Zutrittsmediums. Versionsspezifische Anforderungen und eine eventuelle werkseitige Vorbereitung. Ein Angebot über „Ultralight“ ohne Namenszusatz ist vollständig.
MIFARE Plus Genaue Generation, Speichergröße und vorgegebene Betriebsart. Die Anforderungen an Software, Leser und Konfiguration des Zutrittsmediums. Der Name einer Leserfamilie belegt, dass jede Konfiguration unterstützt wird.
MIFARE DESFire Genaue Generation, Speichergröße und Anforderungen an die Anwendung auf der Karte. Den freigegebenen Weg für Ausgabe und Vorbereitung auf Ihrer Plattform. Eine leere Karte mit demselben Chip ist bereit für die Kodierung im Hotel.

In der Kompatibilitätsübersicht sehen Sie, welche Systemangaben Sie zusammentragen sollten.

Führen Sie den vollständigen Chipnamen im Angebot

MIFARE Ultralight EV1, Ultralight C und Ultralight AES sind unterschiedliche Produkte von NXP. Kürzen Sie die Spezifikation nicht auf „Ultralight“ und stimmen Sie keinem Ersatz zu, nur weil die Namen ähnlich klingen.

Der aktuelle Katalog der Zutrittsmedien des Schlossherstellers ist eine nützliche Referenz. Er beschreibt aber nicht automatisch ältere Hardware oder die Konfiguration eines bestimmten Hotels. Fragen Sie den Servicepartner, welches Zutrittsmedium genau für Ihre Installation freigegeben ist.

Klären Sie für eine Bestellung sowohl die Chipspezifikation als auch die Vorbereitung der fertigen Karte. Beides ist getrennt vom Korrekturabzug des Druckmotivs und vom Ausgabeprozess im Hotel zu betrachten.

Prüfen Sie die Spezifikation nach einer Systemänderung erneut

Wenn sich Leser, Software, Encoder oder Einstellungen der Zutrittsmedien seit dem letzten Einkauf geändert haben, fragen Sie den autorisierten Servicepartner, ob die bisherige Kartenspezifikation noch gilt. Ein Aktualisierungsdatum oder ein Encoder-Tausch allein bestimmt den neuen Chip nicht.

Saflok, SALTO, VingCard und Onity haben unterschiedliche Plattformen und Anforderungen an das Zutrittsmedium. Auch innerhalb einer Marke kommt es auf die Lesergeneration und das konfigurierte Kodiersystem des Hauses an. Bewahren Sie die aktuelle Spezifikation bei Ihren Einkaufsunterlagen auf und verlassen Sie sich nicht auf eine allgemeine Kompatibilitätstabelle.

Trennen Sie die Anforderungen für Gäste und Personal, wo sie sich unterscheiden. Nutzt ein Haus mehrere Leserkonfigurationen, legen Sie Stückzahl und Abnahmeprüfung der Muster für jede Konfiguration fest, bevor Sie die Bestellung zusammenfassen.

Die folgenden Herstellerquellen erläutern, warum genaue Versionen und Ausgabeanforderungen wichtig sind. Sie sind keine Bescheinigung für Cardotel-Karten in Ihrer Installation.

In fünf Schritten von der Identifikation zur Anfrage

  1. Angaben zu Leser und Kodiersystem sammeln

    Notieren Sie Schloss- oder Lesermodell, eine eventuelle Nachrüstung, Name und Version der Software sowie das Encoder-Modell. Ein Foto eines sichtbaren Typenschilds kann helfen. Achten Sie darauf, dass keine Gästedaten zu sehen sind.

  2. Aktuelle Artikelnummer oder freigegebene Spezifikation ermitteln

    Sehen Sie in der letzten abgenommenen Bestellung nach oder fragen Sie den autorisierten Servicepartner Ihres Schließsystems nach der genauen Chipversion, der Speichergröße und den Anforderungen an die Vorbereitung. Senden Sie keine Passwörter, Schlüssel für die Verschlüsselung oder Zutrittsdaten.

  3. Scans und Fotos als ergänzende Hinweise nutzen

    Ein geeignetes Smartphone oder Lesegerät kann bei der Bestimmung der Chipfamilie helfen. Es prüft jedoch nicht jede geschützte Einstellung und gibt keine Ersatzkarte frei. Ein fehlgeschlagener Smartphone-Scan beweist nicht, dass eine Karte defekt ist. Lassen Sie die Spezifikation vom Servicepartner bestätigen.

  4. Angebot und Musterplan anfordern

    Teilen Sie die nicht sensiblen Teile der Spezifikation, die Stückzahl, das Kartenmaterial, den Stand der Druckdaten und das Zielland mit. Wenn Sie bei einem Feld unsicher sind, vermerken Sie das. Klären Sie vor dem Versand Musterart, eventuelle Vorbereitung, Kosten und Termine.

  5. Muster im normalen Hotelablauf freigeben

    Lassen Sie eine autorisierte Person die vereinbarten Muster kodieren und an den betreffenden Türen sowie an gemeinsam genutzten Zugängen testen. Bewerten Sie Druck und Material getrennt, halten Sie die abgenommene Spezifikation fest und vereinbaren Sie die Abnahmekriterien für die Großbestellung.

Sie können eine Anfrage auch mit unvollständigen Angaben beginnen. Verfügbarkeit der Muster, Kosten und Liefertermine werden für das jeweilige Projekt bestätigt. Testmuster anfragen

Fragen zur Chipauswahl und Bestellung

Woran erkenne ich, ob mein Hotel Magnetstreifen- oder RFID-Karten nutzt?

Sehen Sie sich die Karte an und wie sie im Haus verwendet wird: Durchziehen oder Einstecken spricht für einen Magnetstreifen, Vorhalten für einen kontaktlosen Chip. Ein sichtbarer Streifen kann zusammen mit einem RFID-Chip vorkommen, und ein fehlender Streifen beweist keinen Chip. Lassen Sie die aktuelle Kartenspezifikation von Ihrem Errichter bestätigen, wenn das Format unklar ist.

Welche RFID-Frequenz nutzen die meisten Hotelschlösser?

HF mit 13,56 MHz ist bei den großen Schlossmarken das vorherrschende Band. Die Familien MIFARE Classic, Ultralight, Plus und DESFire arbeiten alle dort. LF mit 125 kHz findet sich vor allem in älteren Systemen, UHF ist an Gästezimmertüren selten. Das Band allein bestimmt weder die Chipversion noch die Vorbereitung, die Ihr System benötigt.

Kann ein NFC-Smartphone die Karte bestimmen, die ich bestellen muss?

Ein unterstütztes Smartphone oder Lesegerät kann bei einer HF-Karte mit 13,56 MHz nützliche Angaben zur Chipfamilie liefern. LF-Karten mit 125 kHz und Magnetstreifen kann es nicht lesen, und ein fehlgeschlagener Scan ist nicht aussagekräftig. Außerdem bestätigt es weder alle geschützten Einstellungen noch die werkseitige Vorbereitung oder die Freigabe für das Kodiersystem des Hotels. Nutzen Sie es ergänzend zur Artikelnummer der aktuellen Karte und zur Spezifikation des Servicepartners.

Bedeutet ein neuer Encoder, dass wir Ultralight C brauchen?

Nein. Ein Encoder-Tausch allein bestimmt den erforderlichen Chip nicht. Fragen Sie Ihren autorisierten Servicepartner, welche Kartenspezifikation für den installierten Leser, die Software und die Konfiguration gilt.

Sind Ultralight EV1, C und AES untereinander austauschbar?

Es handelt sich um unterschiedliche Produkte. Ersetzen Sie keines durch ein anderes, ohne dass dies für das installierte System bestätigt wurde. Führen Sie den vollständigen Chipnamen und alle Anforderungen an die Vorbereitung im Angebot und in der Musterfreigabe.

Funktionieren Karten mit demselben Chip bei allen Schlossmarken und Lieferanten?

Der Chip allein genügt nicht. Eine Ersatzkarte muss die Spezifikation des installierten Systems erfüllen, einschließlich Kodierplattform, Anwendung auf der Karte, eventuell erforderlicher Vorbereitung und Leserkonfiguration. Klären Sie die genauen Anforderungen und geben Sie Muster an Ihrem Encoder und den betreffenden Lesern frei, bevor Sie sich auf die Bestellung festlegen.

Warum funktionieren unsere nachbestellten Schlüsselkarten nicht mehr?

Eine fehlgeschlagene Nachbestellung kann an der Kartenspezifikation, der Vorbereitung des Zutrittsmediums, der Kodiereinrichtung oder den installierten Schlössern liegen. Ein Sicherheitsupdate oder ein Encoder-Tausch allein bestimmt nicht, welcher Chip benötigt wird. Lassen Sie Ihren Errichter das aktuell freigegebene Zutrittsmedium und die Systemkonfiguration mit der vorgeschlagenen Ersatzkarte vergleichen und testen Sie vereinbarte Muster, bevor Sie weitere Karten bestellen. Leitfaden zur Fehlersuche

Kann ich ein Angebot anfordern, bevor ich den Chip kenne?

Ja. Nennen Sie Schloss- oder Lesermodell, Angaben zu Software oder Encoder und, falls bekannt, die Artikelnummer der aktuellen Karte sowie Stückzahl und Zielland. Kennzeichnen Sie unbekannte Felder als unklar. Kompatibilität und kaufmännische Konditionen müssen vor einer Bestellung dennoch bestätigt werden.

Belegt ein bedrucktes Muster auch die Kompatibilität?

Nur wenn es das vereinbarte Zutrittsmedium enthält und im autorisierten Ausgabe- und Zutrittsablauf des Hotels getestet wird. Ein Korrekturabzug oder ein Muster, das nur Druck und Material zeigt, belegt nicht, dass die Karte an Ihren Schlössern funktioniert.